Hach, das zweite Dezemberwochenende war mal wieder der reine Sonnenschein! Der Sommer ist da!! Auch wenn es daunenjackenmässig angefangen hat, hat es sich bikinimässig gesteigert! Micha und ich haben weiter daran gearbeitet die "Great Walks"-Liste abzuhaken. Diesmal war der Routeburn Track dran. Der alpine Wanderweg beginnt - oder endet - am Ende des Lake Wakatipu und gehört zusammen mit dem Kepler Track (siehe hier) und dem Milford Track zu den beliebtesten Wanderstrecken der Südinsel. Der Routeburn Track ist kein Rundweg sondern geht über den Alpenhauptkamm und verbindet das Dart River-Tal mit dem Hollyford-Tal. Wenn man um die Bergkette herum mit dem Auto zurück möchte muss man 320 Kilometer fahren. Oder man läuft einfach einen der beiden anderen Tracks zurück, den Greenstone oder Caples Track. Beide verbinden die oben genannten Täler weiter südlich. Das ganze wäre dann eine 5-Tages Wanderung oder so. Micha und ich haben uns für die Routeburn-Caples Variante entschieden....und dafür das ganze an einem Wochenende zu machen.
This time, we used another sunny weekend to tick off another one of NZ's "Great Walks". The Routeburn Track starts at Lake Wakatipu and crosses the main divide of the Southern Alps into the Hollyford valley. If we had wanted to return by car or bus, we would have had to do a detour of 320 km, and so we decided to link the Routeburn Track with the Caples Track that led us back to Lake Wakatipu to close the circuit. Most people take three days to walk the Routeburn Track, and another two for the Caples, but in order to avoid the expensive Routeburn huts, we decided to do the whole thing in a weekend.
Wir fuhren Freitag Nachmittag los und kamen gegen Abend an der von bunten Lupinen umringten Kinloch Lodge an. Die aus dem 19. Jahrhundert stammende Kinloch Lodge wurde zum Backpacker und Hertitage-Hotel umgebaut. Es gibt ein eine Küche zum selber kochen und ein feines Restaurant. Für jede Preisklasse ist also etwas dabei. Ausserdem gibt es einen Hot Tub mit Seeblick und die exklusive Lage genau zwischen dem Beginn des Routeburn und Caples Tracks gratis dazu. Nach dem Einchecken testeten wir erstmal mit zwei Bierchen den Hot Tub aus. Genial! Wir waren fast am überlegen ob wir am nächsten Morgen wirklich Wandern gehen sollen oder doch lieber auf der Lodge bleiben... . Wir entschieden uns dann aber dafür die Wanderung zu machen aber anstatt danach gleich wieder zurück nach Dunedin zu fahren einfach noch eine Nacht dran zu hängen.
Before and after the hike, we stayed at the beautiful Kinloch Lodge, conveniently situated on Lake Wakatipu, between the start of the Routeburn and the end of Caples Track. The historic lodge serves as both a backpacker hostel, and a more luxurious heritage hotel, and so caters for all budgets. The lodge's hot tub, with a gorgeous view over the lake, is available to anybody staying at the lodge, and we made use of it (and two beers) right after check-in. We liked it so much, we even considered not going hiking at all...
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So ging es also am nächsten Morgen los. John fuhr uns zum Beginn des Routeburn Tracks und erzählte uns dabei noch allerhand über die Tunnelbaupläne. Es wird diskutiert ob die beiden Täler, Dart und Hollyford, mit einer Strasse - oder einem Tunnel verbunden werden sollen. Entschieden ist aber noch nichts. Dann bekam noch jeder einen dicken Keks und dann stiefelten wir um 10 Uhr morgens los. Der erste Teil des Weges führte ganz unspektakulär durch den Wald bevor es dann zu den Routeburn-Wasserfällen hoch geht. Hier steht bereits die zweite Hütte und für einige Wanderer war hier die erste Etappe schon vorbei. Wir entschieden uns hier die Rucksäcke etwas zu erleichtern und zu vespern... aber ach du Schreck.... . Als ich mich durch Pulli, Ersatzklamotten und Regenjacke durchgewühlt hatte war ich am Rucksackboden angekommen und kein Vesper war zu sehen. Ich leerte alles nochmal aus, den Rucksack um und schaute nochmal nach. Nichts. Dabei hatte ich doch die Tüte eingepackt... ich war mir so sicher. Oh jeh. Der Schreck war gross, aber zum Glück hatten wir das Essen aufgeteilt und Micha hatte noch jede Menge Müsliriegel, nen Käse und ne Salami im Gepäck. Wir kalkulierten ob uns das reichen würde und entschieden uns für ja. So fiel dann zwar das Vesper aus aber wir liefen immerhin weiter und nicht zurück.
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Der zweite Teil des Tracks war dann auch spannender und führte durch goldene Tussocklandschaft an dunklen Seen vorbei und über den Harris-Sattel von dem aus man einen guten Blick auf die noch mit Schnee bedeckten Berge drumrum hatte. Danach traversiert man das Hollyford-Tal bevor es hinunter geht zur Mackenzie-Hütte. Hier ist normalerweise der zweite Hüttenstop. Wir liefen aber weiter am Tal entlang, kamen an dem beeindruckenden und erfrischenden, 174 m hohen, Earlland-Wasserfall vorbei und am Howden-See von wo aus sich der Weg verzweigt zur "The Divide", und damit dem Ende des Routeburn Tracks, und der Verlängerung Greenstone/Caples. Inzwischen war es auch schon 18 Uhr und wir mussten uns entscheiden ob wir nochmals 12 km und 400 Höhenmeter dranhängen und damit den nächsten Tag verkürzen oder ob wir nur noch eine Stunde weiterlaufen aber dafür dann am kommenden Tag nochmals 30 km machen müssen. Schwere Entscheidung... aber erstere Variante gewann. Micha argumentierte, dass wir nicht riskieren können das 3-Gänge Menü am Sonntag Abend in der Kinloch Lodge zu verpassen, und das zog. So knabberten wir also jeder nochmal an einem Müsliriegel (was auch sonst..) und machten uns auf den Weg und über den McKellar-Sattel und durchs Caples-Tal bis zur Upper Caples-Hütte. Für die meisten anderen eine weitere Tagesetappe ;) Nach 12 Stunden Wandern kamen wir dann ganz erschöpft mit dem letzten Tageslicht an der Hütte an. Zum Glück waren noch Betten frei! Wir verdrückten den halben Käse und einen Teil der Salami und fielen auf die Matratzen.
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Der zweite Tag war dann recht kurz. Es ging das wunderschöne weite und grüne Caples-Tal zurück zum Wakatipusee. Unterwegs mussten wir um Kuhfladen Slalom laufen - ganz wie in der Schweiz...wären da nicht die ganzen neuseeländischen Vögel gewesen wie z.B. der auffällige Mohua (Yellowhead) und der kleine flinke Rifleman. Vom Caples/Greenstone-Parkplatz aus wären es nochmals 12 km zur Kinloch Lodge gewesen, aber wir hatten Glück und ein Ehepaar aus Dunedin, das auch in der Kinloch Lodge untergekommen war, kam gerade zur richtigen Zeit von einem Tagesausflug zurück und konnte uns im Jeep mitnehmen. So waren wir dann schon am Nachmittag zurück und konnten die Füsse hochlegen und den Sommertag am See und mit Bierchen geniessen. Und natürlich waren wir auch rechtzeitig fürs 3-Gänge-Dinner da, welches sehr lecker war!! Der dicke Bauch hätte danach fast nicht mehr in den Hot Tub gepasst ;)
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